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Auf dem Plateau Saimaluu Tash gibt es
Schätzungen zufolge etwa 11.000 Bilder und Zeichnungen um
einen kleinen Teich herum, der heilig sein soll und für
einheimische Schamanen als Ort der Meditation dient.
Einige der Zeichnungen sind ca. 2000 v.Chr.
enstanden, andere Quellen lassen sogar vermuten, dass sie bereits 3000
v.Chr. erstellt worden sind. Es wird vermutet, dass diese Zeichnungen
Gottesbilder der Einheimischen aus den Tälern für den
Himmel darstellen. Die Zeichnungen zeigen stilisierte Bilder von
Tieren, Bauernwagen, landwirtschaftlichen Arbeiten, traditionelle
Rituale, Volkstänze, alles ohne jeglichen Hintergrund. Da eine
Sonne auf einer großen Anzahl an Bildern zu sehen ist, ist
anzunehmen, dass der Sonnenkult die Hauptreligion in dieser Region war.
Die Steine wurden im Jahre 1902 wiederentdeckt.
Die Russen entschieden damals, eine Straße von Dschalalabad
ins Ferghanatal zur russischen Siedlung Narin zu bauen. Die
Straße bietet spektakuläre Aussichten für
Autofahrer, hin und wieder ist sie allerdings für Autos
gesperrt. Ein Mitglied des Bauteams, der Kartograph Nikolai Hudov,
hatte von einem einheimischen Hirten Geschichten über die
Steine mit den Zeichnungen in den Bergen gehört und
organisierte sofort eine kleine Expedition, um mehr darüber in
Erfahrung zu bringen. Von seiner Entdeckung berichtete er der
Archäologischen Gesellschaft in Taschkent. Mit Hilfe dieser
Gesellschaft wurde eine zusätzliche Expedition organisiert.
Ähnliche Entdeckungen in Frankreich und die politische Lage
führten jedoch dazu, dass diese Entdeckung bis in die 1950er
Jahre relativ unerforscht bleiben sollte.
Das Saimaluu-Tasch wird auch als Stonehenge
Zentralasiens bezeichnet, um die Bedeutung dieses Ortes zu steigern und
die Welt auf die historischen Artefakte, die hier besichtigt werden
können, aufmerksam zu machen. Aber im Gegensatz zum
Stonehenge, zu dem eine Hauptstraße führt, gibt es
zum Saimaluu Tasch keinen leichten Weg. Die Hauptstrecke beginnt im
Dorf Kalmak Kirtschin, etwa 60 km von Dschalalabad entfernt, und
führt zu einer "Honigfarm" hoch in den Bergen, eine nur mit
einem 4WD PKW befahrbare Straße entlang. Von hier
aus sind es nur noch 10 km zu Fuß oder mit dem Pferd, bis man
die Steinsammlung auf dem Saimaluu-Tasch erreicht.
Die Zeichnungen und Bilder begeistern viele
kirgisische Künstler, Filzmeister und Handwerker anderer
Kunstarten. Sie inspirieren sie zu neuen Schöpfungen und
Kreationen
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