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Die alte Stadt des Özgen ruhte auf
einer hohen Sandbank des Kara-Darya Flusses und bestand aus drei
Schakhristans, von denen nur der Hügel und Mauerreste erhalten
sind. Des weiteren sind noch ein Minarett aus dem 11. Jh. und drei
Mausoleen, die aus dem 11. und 12. Jh. stammen, zu finden. Das Ganze
bildet einen einzigartigen architektonischen Ausstellungsort des
mittelalterlichen Zentralasiens. Das Özgen Minarett ist
vertikal und besteht aus drei Teilen: der untere Teil ist ein Oktaedern
der 5 m hoch ist, der mittlere Teil hat die Form eines zugespitzten
Zylinders und der obere Teil ist eine Laterne, die von 1923 bis 1924
mit einer Kuppel und gewölbten Fenstern dazu errichtet wurde.
Das Minarett ist 27,5 m hoch. Der Durchmesser des unteren Teils
beträgt 8,5 m, der obere Teil 6,2 m. Als Baumaterial
für das Minarett wurden hauptsächlich Ziegelsteine
verwendet. An der Unterseite befindet sich eine gewölbte
Tür, die zum spiralartigen Treppenhaus führt, zu
dessen Beleuchtung zwei schmale Fenster dienen. Das
zylinderförmige Teil ist mit 11 Riemen verziert, von denen die
Schmaleren mit geprägten Mustern verziert sind. Da die
Verzierung künstlerisch und technisch komplexer als die des
Burana Minaretts im Tsсhui Oblast ist, wird angenommen, dass das
Özgen Minarett später als sein Bruder im Norden
errichtet wurde. Nahe dem Minarett befinden sich drei Mausoleen, die in
einer Linie errichtet wurden. Sie werden das nördliche, das
mittlere und das südliche Mausoleum genannt. Das Mittlere
entstand als erstes im frühen 11. Jahrhundert (1012 bis 1013).
Einigen Quellen nach wurde es zu Ehren des Karakhaniden Nasr des ibn
Ali errichtet. Es ist in Form eines Quadrates und hat folgende
Ausmaße: ca. 11,3 m x 11,4 m, im Inneren 8,5 m x 8,5 m, und
ca.13 m hoch. Das Baumaterial wurde gebrannter Ziegelstein verwendet
und es wurde reich dekoriert, wie durch die formlegende
Ziegelsteinarbeit, so auch durch geschnitzte Verzierungen im
Alabasterpflaster. Man kann ungefähr 12 geometrische und
Pflanzenmotive zählen. In den Ecken gibt es Säulen
und es hat vier Eingänge, von denen momentan aber nur drei als
Eingänge dienen. Die westliche Fassade hat die Form eines
Portals mit einer Tür in einer tiefen Nische. Die Nische wird
mit einem Spitzbogen überstiegen, der durch Säulen
gestützt wird. Die Nische ist ca.3.8 m breit und
ungefähr 7 m hoch und ist mit dekorativen Streifen gestaltet.
Das Nordmausoleum wurde zwischen 1152 und 1153 errichtet, was in den
zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch eine Analyse der
Beschriftungen festgestellt wurde, die auf dem Mausoleum gefunden
worden sind. Entsprechend einiger Quellen war es als Grab für
Klitsch-Burhan-Khan und seine Eltern geplant, aber entsprechend anderer
Quellen ist es die Ruhestätte von Iltschi-Mazi-Sultan. Eine
andere Beschriftung jedoch sagt, das Mausoleum sei zu Ehren von
Dschalal-ad-dinual-Husein errichtet wurden. Das Baudenkmal hat eine
quadratische Form, ca.10,2 m x 12,2 m, (das Innere misst 7,5 m x 7,5 m)
und wurde aus Ziegelstein errichtet. Im Inneren gibt es zwei
Säulen, die als Stützen für den Sims auf
beiden Seiten des Portals dienen und die mit einem rhombischen Muster
aus Ziegelstein verziert sind. Zusätzlich zu den dekorativen
Mauerarbeiten und Alabasterschnitzereien gibt es auch
Terrakotta-Fliesen mit verschiedenen Formen von Verzierungen und
geschnitzten arabischen Beschreibungen. Das südliche Mausoleum
wurde zwischen 1186 und 1187 errichtet, (dieses Datum wurde ebenfalls
bei der Analyse der Beschriftungen festgestellt), aber es ist
unbekannt, wer dort begraben liegt. Es ist viel kleiner als seine
Nachbarn, obgleich es auch im Inneren quadratisch ist, mit ca. 6,4 m x
6,4 m. Das Portal ähnelt dem des Nordmausoleums, aber der
Dekor ist unterschiedlich. Hier wurden unterschiedliche
Größen der Terrakotta-Fliesen mit Inschriften
verwendet, Kalligrafie im Stil der "kufi" und "nash", mit "Islami"
Verzierungen, mit Sternen und Kreuzen sowie
Weintraubenpflanzenornamente.
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