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Die Stadt genießt ein Klima mit
trockenen, heißen Sommern, warmen und sonnigen Herbsttagen
und seltenen Niederschlägen und, trotz hoher Feuchtigkeit,
warmen Wintern. Die Region ist eine Oase für den Obst- und
Gemüseanbau.
Eine von Kirgisiens Hauptstrecken der
Seidenstraße ging einst durch Dschalalabad und die Region war
jedes Jahr Raststätte für tausende von Reisenden,
obgleich es heute nur wenige archäologische Spuren beweisen,
ausgenommen in einigen der entferntesten Teile des Oblastes, wie
Saimaluu Tasch und das Tschatkal Tal. Diese haben Reisende,
Händler, Touristen und Pilger zu den verschiedenen heiligen
Stätten gelockt, und kranke Menschen in die heilenden
Badekurorte, wie auf dem Ayub Tau Berg, auf einer Höhe von 700
m über dem Meeresspiegel, ca. drei Kilometer von der Stadt
aus. Dschalalabad ist für seine Badekurorte berühmt.
Es gibt eine Legende die besagt, dass das Wasser vom
Hozret-Ayub-Paigambar Aussätzige kurierte. Entsprechend der
Legende gab es ein Grab, eine Moschee und den Palast der Khane nahe dem
Badekurort. Das Dschalalabader Sanatorium "Kurort" liegt auf einem der
Hügel, mit Blick über die ganze Stadt. Das Wasser ist
salzig, aber die Besucher kommen von weit her, um es in Flaschen
abzufüllen. Nahe des Eingangs zum Kurort befindet sich ein
Café mit einer herrlichen Aussicht über die Stadt,
das "Ikram-Adschy" Panorama, auf einer Höhe von 1000 m und mit
einem Komplex, der aus einer Handwerker-Halle,
Souvenirgeschäften und einer Unterhaltungshalle besteht. Von
hier aus können Sie sehen, wie grün die Stadt ist, da
die Bäume über den niedrigen Gebäude der
Stadt dominieren. Die Badekurorte sind auch Quelle für
unterschiedliche Mineralwassermarken.
Abad wird häufig in asiatischen Ortsnamen
verwendet, um sich auf eine Person zu beziehen, die die Gemeinschaft
gründete. Dschalalabad soll nach Dschalal- ad-Din benannt
worden sein, der für seine Caravansarays und die gute
Bewirtung der Reisenden und besonders der vielen Pilger, die zum
heiligen Berg kamen, berühmt war. Anfang des 19. Jh. wurde
eine kleine Kokand Festung errichtet und um diese wuchs ein kleines
Dorf (kischlak). Die Einheimischen lebten von der Landwirtschaft,
Handel und vor allem Dienstleistungen für die Pilger, welche
die Badekurorte besuchen. Dann im Jahre 1870 kamen die russischen
Eroberer in die Region. Sie errichteten eine Garnisonstadt und ein
militärisches Krankenhaus.
Dschalalabad entwickelte sich rasch zu einer
Handelsstadt, in der Vieh gekauft und verkauft wurde, und wurde so zu
einem Ort der Interaktion zwischen den landwirtschaftlichen und den
nomadischen Völkern. Die Stadt hatte mittelalterliche, schmale
gebogene Straßen und die Häuser wurden mit hohen
Lehmwänden umgeben. Die Moscheen wurden mit bunten Ornamenten
verziert. 1916 wurde eine Eisenbahnstrecke von Andidschon bis
Dschalalabad errichtet. Als die Sowjets die Macht in der Region
übernahmen, legten sie großenWert auf die weitere
Betreibung der Badekurorte. Weitere Erholungsorte wurden errichtet, und
so entwickelten sich auch bald Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie.
Heute ist Dschalalabad Heimat von
Unternehmen der Öl-, Bau-, Holz-, Elektro-,
Leicht-und Lebensmittelindustrie. Es gibt einen blühenden
Markt und ein lokales Geschäft, das sich auf
außergewöhnliche Dinge wie "Walnuss Marmelade" aus
unreifen Früchten (vor der Spelzen) und Honig spezialisiert
hat.
Wie in allen ehemaligen sowjetischen
Städten hieß die Hauptstraße Lenin und hat
ihren Namen in Dschalalabad behalten. Hier befinden sich auch Brunnen
und Statue von Wladimir Illych. Die Stadt verfügt
über ein kleines historisch und kulturelles Museum. In der
Nähe des Basars befindet sich ein Geschäft, das
lokale Delikatessen verkauft, wie die Walnuss Marmelade. Die
"Früchte" werden vom Baum gepflückt, bevor die harte
Schale reif ist und werden gekocht. Die Frucht wird zu einem
süßen Sirup, anstatt einer dicke Marmelade. Es
werden auch Dinge wie Walnüsse in Honig angeboten. Auf dem
Basar kann man auch alle Arten von frischem Obst und eine
große Auswahl an Nüssen kaufen
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