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Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Pik Pobeda

Mit 7439 Metern ist der Pik Pobeda der höchste Berg der Tien-Schan-Strecke, die Kirgisistan, Kasachstan und das nord-westliche China umschließt. Der Berg befindet sich an der Grenze zu China Die Grenze verläuft exakt über den Gipfel. Die Ausläufe verbreitern sich nach Westen und Osten. Die südöstlichen Abhänger des Berges sind wirklich in China.

Das Massiv ist ein Teil des Kokschaal Tau ("verbotene Berge") eine Untergruppe des Tien Schan, und obgleich er «Spitze» benannt wird, hat der Pobeda eine "Massive" Form mit einigen Gipfeln (von denen nur einer über 7000 Meter ist).

Eines der Probleme, warum es mehrere Jahre in Anspruch nahm, um alle Berggipfel zu identifizieren: 16 Kilometer gegen Nordosten, durch den Südenylchek Gletscher getrennt von Pobeda, liegt der Berg Khan Tengri (7010 Meter). In der Geschichte sind diese zwei Riesen häufig miteinander verwechselt worden. Dies lag vermutlich in der geringen Entfernung und der Schwierigkeit des Zugangs zum Gipfel, während der Khan Tengri häufig deutlich sichtbar ist, ist der Pobeda oft durch Wolken verdeckt. Der Khan Tengri sieht mit seiner pyramidenähnlichen Form auch eindrucksvoller aus. Ein anderer Grund war vermutlich, dass der Pik Pobeda weiter von den Tälern, die die Hauptzugangswege zur Region darstellen, entfernt liegt und damit kleiner als sein Nachbar aussieht. Die berühmteste Fehlidentifizierung der zwei Berge stammt vom russischen Forscher Semyenov, der schrieb, wie er von der Pyramidenform beeindruckt war. Er war er nicht die einzige Person, die die beiden Berge verwechselte. Auch in historischen Texten gibt es unterschiedliche Nennungen und einige Forscher meinen, dass beide Spitzen den Namen Khan Tengri bei verschieden Völkern einfach zu unterschiedlichen Zeiten trugen.

Der erste Besteigungsversuch des Pik Pobeda wurde von einem Team von Bergsteigern um 1938 unternommen - aber es ist nicht klar, ob die Besteigung auch tatsächlich erfolgreich war. Sie benannten den Berg "Pik 20 Jahre der Komsomol" - zu Ehren der kommunistischen Jugendbewegung.

Erst 1943 wurde von einem etwas überraschten Forscherteam festgestellt, dass der Pik Pobeda höher als der Khan Tengri ist, und der Berg nahm seinen wohlverdienten Platz in den Eintragskatalogen ein. Wie dem auch sei, die Geschichte nahm ihr logisches Ende 1946, als die Spitze den Namen, unter dem sie jetzt bekannt ist, zu Ehren des Sieges über den Faschismus im Zweiten Weltkrieg, erhielt. ("Pik Pobeda" bedeutet auf Russisch "Die Siegesspitze").

Um die Verwirrung zu vervollständigen, ist der Berg nun offiziell als "Jengish Chokusu" bekannt - das ist eine Übersetzung von "Pik Pobeda" auf kirgisisch, obwohl er nach wie vor, überall unter dem russischen Namen bekannt ist. Die Chinesen nennen den Berg "Tomur Feng".

Es ist sehr schwierig den Pik Pobeda zu besteigen und er ist berüchtigt, denn vielen Bergsteigern kostete er das Leben. 1955 haben zwei Teams versuchten den Gipfel zu erobern, (eins aus Kasachstan, vom Chon Tern Pass aus - und das anderen aus Usbekistan, entlang dem Gletscher Zvezdochka). Das kasachische Team scheiterte wegen Unwetter auf der Höhe von 6000 Metern und musste unter Schwierigkeiten den zurückkehren. Nur einer der 12 Mitglieder des Teams überlebte, er wurde durch Zufall gerettet. Von diesem Moment an hat der Berg einen seinen fürchterlichen Ruf erworben.

Im folgenden Jahr, 1956, gelang einer 30-tägigen Expedition unter der Leitung von Vitaly Ablakov, die Erste allgemein anerkannter Besteigung. Weitere Meilensteine in der Geschichte des Berges sind: 1970, als eine Expedition einen Ersten Erfolgreichen durchschritt des gesamten Massivs, von Ost nach West machte und im Februar 1990, folgte die erste erfolgreiche Besteigung im Winter.

Es ist kein Berg für unerfahrene Bergsteiger. Dort regieren riesige Eis - und Scheemassen, und Wetter-verhältnisse mit ständigen kalten Winden (im Volksmund "Tausend Teufel"). Die Schneestürme peitschen - und Zelte zerreißen oft. Mehrere Expeditionen, versuchen jedoch jährlich Ihr Glück auf den Gipfel zu kommen - unterstützt von lokalen Unternehmen, die ihre Basislager auf dem Gletscher Inilchek unterhalten. Es wurden sogar mehrere Expeditionen mit Skitouren unternommen.

 

Discovery Kirgistan #11

 

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