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Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Pik Lenin

Der Pik Lenin - mit 7134 Metern der dritthöchste Berg in der ehemaligen Sowjet Union - befindet sich nahe der tadschikischen Grenze in der Region Osch. Obwohl die Spitze des Berges fast immer von Wolken bedeckt ist und die genauen Konturen deshalb meist nur schwer erkennbar sind, wird in wolkenfreien Momenten und an klaren Tagen die Form eines Sessels erkennbar.

Der Gipfel hat die Form einer Pyramide mit einem großen Fundament. Sein nördlicher Abhang ist im Vergleich zu den anderen sehr steil.

Im Jahre 1871, während einer Expedition ins nördliche Pamir Gebirge, wurde der Gipfel von einem berühmten russischen Entdecker Zentralasiens, entdeckt und kartiert. A.R. Fedtschenko war der erste, der eine zuverlässige Karte des Pamir-Gebirges erstellte. Anfangs trug der Gipfel, in Anlehnung an den russischen Generalgouverneur, den Namen Kaufmann. Später wurde er, nach dem russischen Führer, in Lenin umbenannt. Auch wenn der Gipfel inzwischen wieder einen neuen Namen erhalten hat - er wurde in Kuch-i-Gamo (der warme Berg) umbenannt  ist er weltweit immer noch als Lenin-Gipfel bekannt.

Die erste Forschungsreise zu den Abhängen des Berges hat währen einer Expedition im Jahre 1929 stattgefunden. Nur zwei Leute erreichten damals den Gletscher. Trotzdem hatten sie begriffen, dass es ein ideales Ausgangslager sein könnte, um den höchsten Berg des Saalajskij-Gebirges zu besteigen.

Fünf Jahre später gab es eine zweite Expedition mit professionellen Bergsteigern der Sowjetischen Roten Armee. Beim zweiten Versuch erreichten sie den Gipfel und errichteten eine Statue Lenins  die höchste Statue der Welt vor einem spektakulären Panorama. Außerdem hinterließen sie eine Notiz, dass am 8. September 1934 zum ersten Mal drei Teilnehmer der Expedition den Gipfel über den nördlichen Aufstieg erreicht hatten .

Danach gab es für einen gewissen Zeitraum nur wenige Aufstiege. Wahrscheinlich fand der bedeutendste davon im Jahre 1967 statt. Anlässlich des 50. Jahrestages der Sowjet Union machte sich eine Expedition mit 301 Teilnehmern, darunter sechzig Vertreter aus verschiedenen ausländischen Staaten und zwanzig Frauen, auf den Weg. Während dieser Expedition wurden vier neue Strecken entdeckt  die schwierigste befindet sich am Südosthang des Bergs. Heute gibt es sechzehn verschiedene Möglichkeiten den Gipfel zu erreichen.

Der Berg hat den Ruf, dass er ohne große Schwierigkeiten bestiegen werden kann, weshalb er unter den Bergsteigern sehr populär ist und zu den am häufigsten bestiegenen 7000ern der Welt gehört.

Auch wenn viele Bergsteiger hier ihre ersten Erfahrungen im Bereich Bergsteigen sammeln, kommen wegen extremen und unvorhersehbaren Wetterbedingungen auch viele erfahrene Bergsteiger um.

Im Einzelnen erzählt man von zwei Bergsteiger-Tragödien. Im Jahre 1974 wurde ein Team von 8 Frauen von einem Sturm überrascht. Sie sind aber nicht hinuntergestiegen um den Sturm abzuwarten, sondern wollten zeigen, dass auch ein Team aus Frauen einen Berg erfolgreich besteigen kann. Bedauerlicherweise sind sie alle eine nach der anderen ums leben gekommen, nachdem ihr Campingzelte vom Wind weggeblasen wurden. Die zweite Tragödie ist im Jahre 1991 geschehen. Ein Erdbeben hat eine Gletscherlawine verursacht und 44 Bergsteiger wurden wie in einer Falle eingesperrt. Nur ein Bergsteiger überlebte und einer konnte tot geborgen werden. Die restlichen 42 Teilnehmer der Expedition wurden niemals gefunden. Das war die schlimmste Bergsteiger-Tragödie der Welt, die je geschehen ist.

Der Berg bewahrt viele Geheimnisse solcher Tragödien, die er manchmal offenlegt. Im Jahre 2003 hat ein Bergsteigerteam menschliche Knochen, einige Kleiderüberreste und einen Rücksack gefunden  etwa fünf Meter entfernt von einer der Hauptstrecken.

Das Hauptausgangslager heißt Atschik Tasch. In der nähe liegt Lukovaja Poljana (Zwiebel Waldwiese), etwas grünes vor der Moräne der steinigen Berge und Bergabhänge.

 

Discovery Kirgistan #11

 

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