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Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Sary Tschelek

Am Sary Tschelek gibt es über tausend unterschiedliche Pflanzenarten zu finden: Gräser, Sträucher, Kräuter und Bäume und natürlich die Walnusswälder, die zu den größten und ältesten der Welt zählen.

Zur Tierwelt gehören unter anderem: Hirsche, Argali (Marco Polo-Schaf), der Irbis, der turkestanische Luchs und der Tien-Sсhan-Braunbär. Alle diese Tiere sind im sogenannten "Roten Buch" als seltene, bedrohte und gefährdete Arten aufgelistet.

Der See liegt auf einer Höhe von ca. 1873 m. ü.d.M. und ist ca. 7.5 km lang. Die Breite variiert zwischen 350m. und 1500m. An seinem tiefsten Punkt erreicht der See eine Tiefe von 234 m und ist damit der zweittiefste See in Kirgisien. Die Uferlinie wird von steilen, bewaldeten Abhängen bestimmt. Flache Bereiche sind nur in unmittelbarer Nähe einiger Buchten entstanden.

Die malerischen Ufer des Sees werden von der lokalen Bevölkerung nicht ohne Grund, als schönste in Kirgisien beschrieben. Die steilen Steigungen, (Stellenweise sind sie unbewachsen), sind mit Kiefern, Silbertannen und Artscha (Wacholderbüschen) bedeckt. Das Wasser erscheint häufig grünlich blau und bietet damit die Möglichkeit für attraktive Fotos.

Was die Entstehung des Sees betrifft, gehen die Meinungen auseinander. Einige Wissenschaftler behaupten, dass er als Folge eines Einsturzes zweier Bergen entstanden sein könnte, der den Fluss blockierte und so das Wasser zurückhielt. Andere hingegen sind überzeugt, es sei das Resultat einer Verschiebung entlang einer Verwerfungslinie vor etwa 2000 Jahren.

Der See selbst befindet sich im Herzen eines Nationalparks, (das Sary Tschelek Biosphere-Reserve). Der Park wurde 1959 gegründet und ist eines von Kirgisiens frühesten natürlichen Reservaten. Eine der Ziele des Parks ist es, natürlicher Lebensraum für Wildtiere und ursprüngliche Natur zu sein und damit ein Hilfsmittel für wissenschaftliche Studien zur Biodiversität. Im benachbarten Dorf Arkit gibt es auch ein kleines Museum.

Das Reservat umfasst eine Anzahl von Flusstälern, einige kleinere Seen (wie Kila Kol, Iyri Kol, Aram Kol, Tscherek Kol und Bakali Kol), aber das "Juwel in der Krone" ist der Sary Tschelek See. Wie die meisten kostbaren Juwelen wird es durch strenge Kontrolle, was den Zugang und die Aktivitäten anbetrifft, geschützt.

2003 gab es z. B weniger als 1000 Besucher im Park, wobei der Anteil der Ausländer weniger als 5% betrug. Camping ist im Park verboten, aber nahe dem See steht eine kleine hölzerne Hütte. Außerdem gibt es in der Nähe mehrere Dörfer, die eine Unterkunft anbieten, entweder in Gastfamilien oder in Jurten. Es gibt auch mehrere Trekking-Routen in und rund um den See, und auch Reiten ist möglich.

Dieses Gebiet ist auch reich an kulturellem Erbe, denn es ranken sich viele interessante und schöne Legenden um den See und seine Umgebung. Uyum Tasch, zum Beispiel, ist angeblich ein antiker Gerichtsort. Der Legende nach war es so, dass jeder, dessen Seele das Gewicht einer Vielzahl von Sünden trug und versuchen würde, durch die engen Gletscherspalte zwischen zwei Felsen zu entweichen, stecken blieb, zerquetscht oder zerdrückt wurde. Wenn jemand beispielsweise im Verdacht stand, gelogen oder betrogen zu haben, wurde er gebeten, diesen Ort zu besuchen, und alleine die Angst vor dieser potenziellen Erfahrung war vollauf genug, um derartige Bekenntnisse zu äußern.

Auch für den Namen "Gelber Eimer", gibt es eine Legende. Ein Bienenzüchter, der seine Bienenstöcke irgendwo am Ufer des Sees hatte, oss Honig in einen Eimer, und war so von der Farbe des Honigs gerührt, dass er beschloss, den See "Gelben Eimer" zu nennen. In der Tat wird der Honig aus dieser Region von vielen als einer der besten im ganzen Land geschätzt. Sowohl wegen des Geschmacks, als auch wegen des Nährwerts. Und beides dank der reichen Vielfalt von Blumen, die in dieser Umgebung zu finden sind.

Eine weitere Anregung für die Herkunft des Namens ist, dass im Herbst, wenn die Blätter der Bäume Farbe bekommen, das ganze Becken die Besucher an einen "gelben Eimer" erinnert.

 

Discovery Kirgistan #11

 

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