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Am Sary Tschelek gibt es über tausend
unterschiedliche Pflanzenarten zu finden: Gräser,
Sträucher, Kräuter und Bäume und
natürlich die Walnusswälder, die zu den
größten und ältesten der Welt
zählen.
Zur Tierwelt gehören unter anderem:
Hirsche, Argali (Marco Polo-Schaf), der Irbis, der turkestanische Luchs
und der Tien-Sсhan-Braunbär. Alle diese Tiere sind im
sogenannten "Roten Buch" als seltene, bedrohte und gefährdete
Arten aufgelistet.
Der See liegt auf einer Höhe von ca. 1873
m. ü.d.M. und ist ca. 7.5 km lang. Die Breite variiert
zwischen 350m. und 1500m. An seinem tiefsten Punkt erreicht der See
eine Tiefe von 234 m und ist damit der zweittiefste See in Kirgisien.
Die Uferlinie wird von steilen, bewaldeten Abhängen bestimmt.
Flache Bereiche sind nur in unmittelbarer Nähe einiger Buchten
entstanden.
Die malerischen Ufer des Sees werden von der
lokalen Bevölkerung nicht ohne Grund, als schönste in
Kirgisien beschrieben. Die steilen Steigungen, (Stellenweise sind sie
unbewachsen), sind mit Kiefern, Silbertannen und Artscha
(Wacholderbüschen) bedeckt. Das Wasser erscheint
häufig grünlich blau und bietet damit die
Möglichkeit für attraktive Fotos.
Was die Entstehung des Sees betrifft, gehen die
Meinungen auseinander. Einige Wissenschaftler behaupten, dass er als
Folge eines Einsturzes zweier Bergen entstanden sein könnte,
der den Fluss blockierte und so das Wasser zurückhielt. Andere
hingegen sind überzeugt, es sei das Resultat einer
Verschiebung entlang einer Verwerfungslinie vor etwa 2000 Jahren.
Der See selbst befindet sich im Herzen eines
Nationalparks, (das Sary Tschelek Biosphere-Reserve). Der Park wurde
1959 gegründet und ist eines von Kirgisiens frühesten
natürlichen Reservaten. Eine der Ziele des Parks ist es,
natürlicher Lebensraum für Wildtiere und
ursprüngliche Natur zu sein und damit ein Hilfsmittel
für wissenschaftliche Studien zur Biodiversität. Im
benachbarten Dorf Arkit gibt es auch ein kleines Museum.
Das Reservat umfasst eine Anzahl von
Flusstälern, einige kleinere Seen (wie Kila Kol, Iyri Kol,
Aram Kol, Tscherek Kol und Bakali Kol), aber das "Juwel in der Krone"
ist der Sary Tschelek See. Wie die meisten kostbaren Juwelen wird es
durch strenge Kontrolle, was den Zugang und die Aktivitäten
anbetrifft, geschützt.
2003 gab es z. B weniger als 1000 Besucher im
Park, wobei der Anteil der Ausländer weniger als 5% betrug.
Camping ist im Park verboten, aber nahe dem See steht eine kleine
hölzerne Hütte. Außerdem gibt es in der
Nähe mehrere Dörfer, die eine Unterkunft anbieten,
entweder in Gastfamilien oder in Jurten. Es gibt auch mehrere
Trekking-Routen in und rund um den See, und auch Reiten ist
möglich.
Dieses Gebiet ist auch reich an kulturellem Erbe,
denn es ranken sich viele interessante und schöne Legenden um
den See und seine Umgebung. Uyum Tasch, zum Beispiel, ist angeblich ein
antiker Gerichtsort. Der Legende nach war es so, dass jeder, dessen
Seele das Gewicht einer Vielzahl von Sünden trug und versuchen
würde, durch die engen Gletscherspalte zwischen zwei Felsen zu
entweichen, stecken blieb, zerquetscht oder zerdrückt wurde.
Wenn jemand beispielsweise im Verdacht stand, gelogen oder betrogen zu
haben, wurde er gebeten, diesen Ort zu besuchen, und alleine die Angst
vor dieser potenziellen Erfahrung war vollauf genug, um derartige
Bekenntnisse zu äußern.
Auch für den Namen "Gelber Eimer",
gibt es eine Legende. Ein Bienenzüchter, der seine
Bienenstöcke irgendwo am Ufer des Sees hatte, oss Honig in
einen Eimer, und war so von der Farbe des Honigs gerührt, dass
er beschloss, den See "Gelben Eimer" zu nennen. In der Tat wird der
Honig aus dieser Region von vielen als einer der besten im ganzen Land
geschätzt. Sowohl wegen des Geschmacks, als auch wegen des
Nährwerts. Und beides dank der reichen Vielfalt von Blumen,
die in dieser Umgebung zu finden sind.
Eine weitere Anregung für die Herkunft
des Namens ist, dass im Herbst, wenn die Blätter der
Bäume Farbe bekommen, das ganze Becken die Besucher an einen
"gelben Eimer" erinnert.
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