Discovery Kyrgyzstan
 
Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Kurzer Geschichtlicher Uberblick

Das Territorium der heutigen Republik Kirgisien ist der Schauplatz einer langen und ereignissreichen Geschichte…

Frühgeschichte

Archäologische Funde deuten auf eine Besiedelung schon in der Frühgeschichte der Menschheit hin, so zum Beispiel:

• bei Tosor, am Südufer des Issik-Kul, wo eine paläolitische Siedlung auf 50.000 vor unserer Zeitrechnung datiert wurde. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht spricht sogar von 40.000 bis 10.000 Jahren
• nahe Bischkek, wo in den 50er Jahren beim Bau des Wasserkraftwerks Alamedin Steinwerkzeuge ausgehoben wurden, welche vor 6000 Jahren benutzt worden waren
• in Osch, der zweitgrößten Stadt des Landes, auch "die südliche Hauptstadt" genannt, welche schon vor 3.000 Jahren besiedelt war. 

Petroglyphen (in Stein gerinzte Darstellungen von Alltagssituationen, religösen und kulturellen Riten) sind über das ganze Land verteilt und deuten auf eine frühe menschliche Existenz in der Gegend hin. 
Leider sind nur sehr wenige bauliche Überreste erhalten. Die frühen Bewohner waren Nomaden und die legendären Städte des Altertums sind längst dem Erdboden gleichgemacht; nichts deutet mehr auf ihre Glanzzeit hin. Mauern waren aus Lehm gebaut, und unter den extremen Witterungsverhältnissen ständig dem Zahn der Zeit ausgesetzt. Dies ist heute beispielhaft an den vielen aus Lehm gebauten und halb zerfallenen Mausoleen am Wegesrand ersichtlich, welche kaum die letzten 100 Jahre überdauert haben. Nur archäologische Grabungen bringen Indizien jahrtausendealter Besiedlungen ans Tageslicht, welche es erlauben, die Geschichte Kirgisiens besser zu verstehen. 
Das Erbe der nomadischen Völker der Urzeit war ein oral überliefertes, und schriftliche Zeugnisse stammen aus chinesischen und arabischen Quellen, fundiert auf den Beobachtungen und Erzählungen von Händlern und Reisenden. 

Schwere Zeiten

Die Bevölkerung der Gegend des heutigen Kirgisien war im Laufe der Geschichte oft schweren Zeiten ausgesetzt, unzählige Armeen streiften auf Eroberungszügen durch das Land, von der Epoche Alexander des Großen und seiner Armee bis in das moderne Zeitalter waren historische Ereignisse meist mit Krieg und großer Not verbunden:

• die chinesische Armee wurde in Talas von den vordringenden Arabern im Jahre 751 geschlagen
• die Mongolen unter Dschingis Chan brachten Tod und Vernichtung
• die Armee von Tamerlan desgleichen… und einschneidend vor nicht allzulanger Zeit 
• Russland unter den Zaren
• der Bürgerkrieg
• die Basmatschi Revolution.

Die meisten Geschichtsbücher erwähnen die Region meist mit dem Einsetzen des 1. Millenniums vor unserer Zeitrechnung, mit dem heutige Kirgisien als südlichestes Randgebiet der Saken, vom griechischen Geschichts-schreiber Herodot als Skythen beschrieben. Frühe schriftliche Quellen weisen auf die spitzen Filtzhüte der Skythen hin, welche Ähnlichkeit mit dem Kalpak der heutigen Kirgisen haben. Alexander der Große expandierte sein Reich wohl bis nach Zentralasien, seine Armee war jedoch nicht in der Lage, die Skythen zu besiegen, Alexander richtete sein Ziel deshalb auf den indischen Subkontinent.      
Mit dem Ende des 2. Jh. vor Christus hielten die Hunnen Einzug, eine Konföderation von Turkstämmen. Die Hunnen waren auf ihrem Weg westwärts und marschierten beinahe in Rom ein. Ihr Reich war schlussendlich jedoch zu weitläufig und zerfiel. 
Das Vakuum nach der Hunnenherrschaft wurde bis zur Vereinnahmung durch die Türken von einer sich ablösenden Vielzahl von Fürstentümern gefüllt. Im 6. und 9. Jh. spielten die heute längst vergessenen Städte Balasagan and Barskoon eine bedeutende Rolle an der inzwischen prächtig florierenden Seidenstraße. 
Mit der Vereinigung der Turkstämme kam es zu einer Stärkung des west-Turkischen Chanats mit der Hauptstadt Suyab im Tschui Tal (in dem das heutige Bischkek liegt). Vom 10. bis 12. Jh. entwickelte sich daraus das Chanat der Karachaniden, auch Kara Kitai genannt (kitai bedeuted heute noch "chinesisch" in der russischen Sprache).
Die eindringenden Kirgisen vertrieben die Uighuren aus den Altai Bergen; die Uighuren ließen sich weiter südlich in der Steppe des westlichen Chinas (später Turkestan genannt) nieder, wo sie ihrerseits die örtlichen Turkstämme zur Flucht veranlassten. 
All dies fand ein abruptes Ende mit der Invasion der Mongolen unter Dschingis Chan. Nach seinem Tode wurde sein riesiges Reich unter seinen Söhnen aufgeteilt und das Land, welches wir heute Kirgisien nennen, wurde in das Chanat Tschagatai integriert.
Tamerlan, der grausam und mit eiserner Hand regierte, sah sich als Erbe Dschingis Chans und auf dem Höhepunkt seiner Macht brachte er Stabilität und Reichtum entlang der Seidenstraße; unter seiner Aegide erblühten erneut Kunst, Architektur und Wissenschaften.
Die meisten Geschichtsbücher erwähnen die Region meist mit dem Einsetzen des 1. Millenniums vor unserer Zeitrechnung, mit dem heutige Kirgisien als südlichestes Randgebiet der Saken, vom griechischen Geschichts-schreiber Herodot als Skythen beschrieben. Frühe schriftliche Quellen weisen auf die spitzen Filtzhüte der Skythen hin, welche Ähnlichkeit mit dem Kalpak der heutigen Kirgisen haben. Alexander der Große expandierte sein Reich wohl bis nach Zentralasien, seine Armee war jedoch nicht in der Lage, die Skythen zu besiegen, Alexander richtete sein Ziel deshalb auf den indischen Subkontinent.      
Mit dem Ende des 2. Jh. vor Christus hielten die Hunnen Einzug, eine Konföderation von Turkstämmen. Die Hunnen waren auf ihrem Weg westwärts und marschierten beinahe in Rom ein. Ihr Reich war schlussendlich jedoch zu weitläufig und zerfiel. 
Das Vakuum nach der Hunnenherrschaft wurde bis zur Vereinnahmung durch die Türken von einer sich ablösenden Vielzahl von Fürstentümern gefüllt. Im 6. und 9. Jh. spielten die heute längst vergessenen Städte Balasagan and Barskoon eine bedeutende Rolle an der inzwischen prächtig florierenden Seidenstraße. 
Mit der Vereinigung der Turkstämme kam es zu einer Stärkung des west-Turkischen Chanats mit der Hauptstadt
Obwohl die Kirgisen nominal als chinesische Untertanen galten, wurden Sie doch bis zum Anfang des 18. Jh. von ihren eigenen Stammesfürsten regiert. Dies änderte sich mit dem Angriff der Usbeken und der Integration der Kirgisen in das Chanat Kokand. Ab 1876 wurde Kokand und damit auch die Kirgisien Teil des russischen Imperiums. 
Mit der Oktoberrevolution wurde die Kirgisische Republik allmählich in die Sovjetunion assimiliert, ab 1936 als sechzehnte Republik.
Die Kirgisen, die im Grunde immer noch einen semi-nomadischen Lebensstil führten, waren vor allem während der Anfangsjahre der UDSSR, wie alle ihre zentralasiatischen Mitbewohner, einer Kampagne der Zwangsumsiedlung und Kollektivierung unterworfen. Viele Kirgisen starben an Hunger und Krankheiten. Erst mit der Zeit setzte eine positive Entwicklunge ein, indem mit erheblichen Subventionen die Modernisierung der Infrastruktur vorangetrieben wurde; das heutige Straßen- und Schienennetz, Flughäfen, Wohnungsbau, Industrie, ein allen zugängliches Schul- und Bildungssystem, Krankenhäuser und medizinische Betreuung, Chancengleichheit. Tourismus brachte Besucher aus der ganzen Welt, der Issik-Kul See gehörte zu den beliebtesten Ferienorte der Sovjetbürger. Auf dieser Basis konnte sich nach der Unabhängigkeit im Jahre 1991 die Kirgisische Republik weiterentwickeln. Als eines der jüngsten Länder der Erde wurden mit Hilfe einer Vielzahl internationalen Organisationen von der Regierung Reformen durchgeführt.
Der heute bestehenden Grenzen wurden zum großen Teil unter Sovjetmacht gezogen, so wurden unter Stalin Teile des Ferghana Tales den Usbeken zugesprochen. Es bestehen deshalb immer noch Grenzdispute, vorallem im Süden, wo usbekische Enklaven für Spannungen sorgen. Beide Regierungen sind bemüht, sich in den Grenzfragen anzunähern.
2005 ershien Kirgisien in den internationalen Medien, als eine empörte Bevölkerung im Protest um Wahlresultate den Präsidentenpalast und das Regierungsgebäude im Herzen der Hauptstadt Bishkek stürmten und so den Fall des Präsidenten Askar Akaev auslösten.

Das Volk der Kirgisen

Die Kirgisen gehören zu den ältesten Volksgruppen Zentralasiens. In chinesischen Texten schon vor über 2000 Jahren erwähnt, bedeuted "kirgis" wortgemäß "die vierzig Stämme". Im Jahre 2003 feierte Kirgistan ein bedeutendes Jubiläum, nämlich runde 2200 Jahre seiner Existenz.
Von Sibirien und dem Jenissei Fluss wanderten die Kirgisen bis nach Zentralasien, wo sie sich als beständige Macht in den Bergregionen behaupteten. In Allianzen mit, aber auch in Konfrontation gegen andere nomadische Stämme, entstand ein tiefes Verständnis von kirgisischer Souveränität.
Eine Sage berichtet, wie die Kirgisen, die Waldbewohner des Jennisei in Sibirien, sich 832 dem Reich der Uighuren entgegenstellten. 40 Tage zogen Sie gegen die uighurische Hauptstadt Karabalasugin, wo die Bäume so hoch wuchsen, dass selbst ein Pfeil aus dem gespannten Bogen den Wipfel nicht erreichen konnte. Zwanzig Jahre lang hatten sich die zwei Völker in den Haaren gelegen, und da endlich gelang es den Kirgisen, die Uighuren aus Balasugin zu verjagen, hin gegen die chinesische Grenze, wo die Uighuren nach Jahrhunderten der Ausbeutung den rachesuchenden Chinesen zum Opfer fielen.
Es wird gesagt, die Kirgisen dieser Zeit seien groß gewachsen und hätten helle Haare gehabt, mit grünen und blauen Augen. Nach dem Sieg über die Uighuren hätten sie sich wohl an den Jennisei zurückgezogen, ihre Kontrollposition über die Uighuren jedoch nicht aufgegeben. Viele Jahrhunderte hätte das kirgisische Chanat dass sich erstrec, überdauer vom fernen Jenissei bis zum Tien-Schan Gebirge .

 

Discovery Kirgistan #11

 

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