Discovery Kyrgyzstan
 
Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Arslan Bob

Auf Russisch heißen Walnüsse "Gretski" (oder griechische Nüsse), weil Alexander der Große diese Pflanzen während seiner Invasion in Zentralasien nach Griechenland schicken ließ und erst von dort aus kamen sie nach Russland. Es ist nicht bekannt, unter welchen Umständen diese Bäume hierher geraten sind, die vermutlich ursprünglich aus Malaysia stammen. Bekanntlich wurden Nüsse aus diesem Land die Grosse Seidenstraße entlang transportiert, die damals ihre höchste Blütezeit erlebte.

Walnussbäume, die bis 1000 Jahre alt werden, mit ihrem kuppelförmigen Wipfel und über zwei Meter dicken Stamm, wachsen bis 30 m in die Höhe, wild auf Bergfelsen und an den Flussufern in einer Höhe zwischen 1000 und 800 m über dem Meeresspiegel. Das Dorf selbst liegt 1700 m über dem Meeresspiegel.

Nüsse sind sehr reich an Nährstoffen, aber auch das Walnussholz gilt als wertvoller Rohstoff in der Möbelindustrie. In der letzten Zeit verschärft sich die Lage mit der Abholzung (obschon die Wälder unter staatlichem Schutz stehen).

Trotzdem ist Arslan Bob durch seinen Walnusswald bekannt, der praktisch die ganze Gegend umfasst. Zwar sind die Walnussbäume in der Region vorherrschend, sie sind aber nicht die einzige Baumart. Diese Gegend ist wie ein zusammengewachsener Garten mit vielen verschiedenen Fruchtbäumen. Im Frühling sind hier verschiedene Arten von wilden Tulpen zu sehen.

Das Dorf ist nach einem Volkshelden aus dem 11.Jh Arslan Bob benannt, der hier in der Nähe durch seine Frau an seine Feinde verraten wurde und von diesen ermordet wurde. Man erzählt sich noch heutzutage, dass hier seine Fuß- und Fingerabdrücke sowie Blutspuren zu sehen seien.

In einer anderen Version handelt es sich um einen sehr bescheidenen und ehrlichen Mann, den Prophet Muhammad einst beauftragte, einen schönen und gemütlichen Platz zu finden  ein Paradies auf Erden. Er reiste durch viele Länder, bis er ein schönes Tal mit einem schäumenden Fluss, aber mit wenig Bäumen, entdeckte. Inspiriert von seiner Nachricht, ließ ihm der Prophet einen Sack voller Samen verschiedener Bäume, auch von denjenigen der Walnuss zukommen. Der Held kletterte auf einen Felsen und verstreute die Samen über das ganze Tal und verwandelte es in einen „Garten“, den er viele Jahre lang selber pflegte.

Heute leben hier ca. 15 000 Menschen, wobei viele Häuser auf den Hügeln ein spektakuläres Panorama bieten. Vom Dorfzentrum aus ist ein kleiner Wasserfall leicht zu Fuß zu erreichen (ca. 23 m hoch) und in der Nähe des Felsens ist eine kleine Höhle zu sehen, die auch als „Höhle der vierzig Engel“ bezeichnet wird, in der einst eine heilige Frau lebte und Pilger empfing. Ein bisschen weiter oben erreicht man einen größeren Wasserfall (der aus zwei Teilen von 60 und 80 m besteht) und einen „Heiligen See“. Während des Aufenthalts in dieser Gegend kann man einen Tagesausflug zu diesen wichtigen Sehenswürdigkeiten unternehmen (entweder zu Fuß oder mit dem Pferd).

Es gibt hier einen Kurort, der noch in der sowjetischen Zeit gebaut wurde, als das Dorf ein populäres Zentrum für diverse Aktivitäten war.

 

Discovery Kirgistan #11

 

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