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Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Die Menschen

Die Bevölkerung des modernen Kirgisiens setzt sich aus Vertretern von mehr als 80 verschiedenen Nationalitäten zusammen, darunter Russen, Koreaner, Deutsche, Tataren, Tschechen, Usbeken, Kasachen, Chinesen (Uiguren und Dungan) und natürlich die Kirgisen selbst.

Das kirgisische Volk entstammt ursprünglich wahrscheinlich den nördlichen Altaibergen. Es gibt Verweise in alten chinesischen Texten, die als Rechtfertigung benutzt wurden, als im Jahr 2003 die kirgisische Eigenstaatlichkeit erklärt wurde und das 2200 jährige Jubiläum seiner Existenz gefeiert wurde. Im Jahre 2002 wurden die Besucher von Kirgisien durch eine Menge von Werbeplakaten und Straßenzeichen verwirrt, die auf dieses Jubiläum zurückgriffen. Die Zahl war also kein Fehler, sondern ein Verweis auf die 2200 Jahre der kirgisischen Nation. Das Kirgisische Khanat dehnte sich vom Fluß Jenisej bis zum ostlichen Tianschan aus, wurde aber zuerst durch ein anderes türkisches Reichebesetzt. Dann kamen die Karahaniden und die Mongolen, der Khan des Tschagatals und von Kokand und später natürlich Russland und die Sowjetunion. Jedes Regime brachte eine Mischung von Nationalitäten mit sich, wie es schon die Position Kirgistans an der großen Seidenstraße bestimmte.

Ethnisch sehen die Kirgisen den Mongolen oder Chinesen ähnlich,während Usbeken und Uiguren mehr dem Volk der Türken ähnlich sind (später fuhren die Meisten nach China).

Die Ur-Kirgisen sahen wohl ein wenig anders aus. Beispielweise jene, über die aus dem Uigurenreich berichtet wird und die in der Gegend von Jenisej bis Sibirien lebten (ca. 832 Menschen). Sie mussten ca. 40 Tage in die Uigurenhauptstadt Karabalasugin reisen. Man sagt, ihr Heimatland wäre dort, wo die Bäume so hoch wuchsen, dass kein Pfeil ihre Spitzen erreichen konnte. Offensichtlich waren es große Menschen mit hellen Haaren und grünen oder blauen Augen.

Vielleicht ist dabei etwas bei der Identifizierung von Kirgisen und Kasachen durcheinander geraten.Das kommt daher, dass die Kasachen die zahlenmäßig stärkere Ethnie bilden und die Kirgisen auf sie verweisen möchten. Andere sind der Meinung, dass sie die Mischung mit Kossaken nicht herausstellen möchten, obwohl die Kirgisen oft auf Kara-Kirgisen (Schwarz-Kirgisen) verweisen, um sich zu unterscheiden.

Die Kasachen waren Schäfernomaden, die die Tiere in der Steppe hüteten. Manchmal sagt man, dass auch die Kirgisen Nomaden waren und von Süden nach Norden das Land durchzogen und die Kasachen von Westen nach Osten.

Außerdem gibt es ziemlich große Gemeinschaften von Kirgisen in Afganistan und der Türkei. Die Kirgisen des Wakhankorridors (in Afganistan) genossen über die Jahre mit Hilfe der Gesetze diesen Landes erhebliche Freiheiten, um sich selbst zu organisieren. Es gibt auch eine große Gemeinschaft in Sibirien, die als Kirgisen gelten und dort mit ähnlichenTraditionen leben und eine ähnliche Sprache sprechen.

Auf der chinesischen Seite der Grenze, direkt hinter Turugart, befindet sich eine autonome kirgisische Region. Offensichtlich waren das kirgisische Nomaden aus dem Pamirgebirge, die von Huza aus in dieses Gebiet übersiedelten. Man sagt sogar, das es alte Kirgisen gibt, die in einigen Gebieten von Tibet leben. Auch in Großbritanien, den USA und anderen Ländern der Welt. Es gibt auch die Sage, dass vor langer Zeit einige der Ur-Kirgisen die Behringstraße überquerten und so die Vorfahren der heutigen Amerikaner eigentlich Kirgisen sind. Im Sommer 1992 fand das erste kirgisische Kurultaj (Versammlung) in Bischkek statt, das von Vertretern der kirgisischen Gemeinschaften aus verschiedenen Teilen der Welt besucht wurden (Australien, Kanada, Deutschland, Türkei, China, Afganistan, Saudi-Arabien und USA). Eine zweite Versammlung solcher Art fand 2003 statt. Mehr als 300.000 Kirgisen leben in verschiedenen Gebieten der ehemaligen Sowjetunion und 150.000 in China, Afganistan und Pakistan. Kleinere Gemeinschaften kann man in der Mongolei, Indien, der Türkei und Jordanien finden. In China haben die Kirgisen sogar ihr eigenes autonomes Gebiet Kizil-Su.

In den letzten Jahren kehrten einige ethnische Kirgisen in ihr Heimatland zurück.

 

Discovery Kirgistan #11

 

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