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Archäologische Funde deuten an, dass an
dass südlichen Küste des Issik-Kuls die ersten
Siedlungen entstanden. Tosor, z.B. ist der Ort einer antiken Siedlung
(paleologisch) zurückgehend auf 50.000 v.Chr.
(alternative Datierungen schwanken zwischen 40.000 und
100.000).
Die Siedlungen an der südlichen
Küste waren auch zu Zeiten der Großen
Seidenstraße von großer Bedeutung, besonders
zwischen dem 8. und dem 12. Jahrhundert, als hier eine der wichtigsten
Strecken nach China führte, die über den Bedel Pass
am Anfang des Barskoon Tal durch die Berge verlief.
Die Berge sind hier näher an der
Küste als auf der Nordseite. Es gibt weniger
Sandstrände und auch weniger Sonne als an der
Nordküste, was diese für Urlauber attraktiver macht.
Die Verwaltung befindet sich in der Stadt Karakol
am östlichen Ende des Sees. Viele Touristen, die die Stadt
besuchen, werden - von ihrem alten Weltscharme fasziniert sein, die
Architektur (typisch für die Architektur der russischen
Kolonialzeit des neunzehnten Jahrhunderts), Sehenswürdigkeiten
(der orthodoxe Dom, die dunganische Moschee und Museen), und ein
traditionaler Tiermarkt am Sonntagmorgen. Die Stadt dient auch als ein
guter Ausflugspunkt in das naheliegende Terksey Ala Too
Gebirge.
Nicht weit von Karakol befinden sich die
bilderreichen Täler von Alin Harahan und Dschety Oguz. Die
beiden Täler bieten eine gute Gelegenheit zum Trekking und
Reiten. Es gibt eine Strecke zwischen den zwei Tälern, die ein
paar Tagen dauert und am Alakol See vorbeigeht (auf einer Höhe
von 3532m über dem Meer, 2,3 km lang und 700m breit, er wird
von eiszeitlichen Strömen versorgt und sein Abfluss bildet
einen Wasserfall). Eine erstaunliche Eigenschaft des Sees ist, dass er
seine Farbe entsprechend der Tageszeit, der Jahreszeit und dem Wetter
ändern kann das Wasser kann veilchenblau, dunkelblau
oder sogar rosarot erscheinen. Etwa hundert Kilometer weiter nach
Westen liegt das Bassoon Tal, Heimat für das
jährliche Festival im November. Das Tal hat einen
beeindruckenden Wasserfall und ist ein guter Ausgangspunkt für
Trekking und Reiten. Zu Sowjetzeiten folgte die Straße nach
Osten dem höher fließenden Narinfluss und
führte über den Ischtik Pass (3689m) nach Akschirak,
Eniltschek und eventuell zurück zur Stadt Karakol. Leider
existieren manche Brücken heute nicht mehr, so dass die
Straße (die niemals ein leichter Weg war) nicht mehr
passierbar ist.
Machmud-Al-Kaschgari, ein Wissenschaftler aus dem
11. Jahrhundert (auch bekannt als Barskhani) wurde in dieser Gegend
geboren. Er ist vor allem als Autor des ersten
Vergleichswörterbuchs der türkischen Sprache bekannt,
das er während seines Aufenthalts in Bagdad von 1072 bis 1074
geschrieben hat. Seine Landkarte der damals bekannten Welt zeigt das
Wort Barskoon im Zentrum der Welt. Er wurde im Süden Kaschgars
auf dem Weg nach Pakistan begraben.
Auf der anderen Seite des Tals liegt das Dorf
Tamga, das für seine mit antiken Inschriften des tibetischen
Buddhisten Mantra bezeichneten Felsen bekannt ist. Eigentlich bekam das
Dorf seinen Namen auch von diesem Felsgestein. Auf Kirgisisch bedeutet
das Wort Tamga "gemusterter Stein" oder "Felsbild". Es gibt
ein Sanatorium, in das Astronauten nach ihrer Rückkehr aus dem
Weltraum gebracht wurden.
Tosor ist ein kleines Dorf an der
südlichen Küste. Von hier nahmen die ersten bewohnten
Siedlungen ihren Anfang. Aus der antiken türkischen Sprache
wird der Name des Dorfes als "der Vorposten" übersetzt. Das
Dorf bezeichnet den westlichsten Punkt des Barskoon Gebietes. Es gibt
ein Jurtenzeltlager und hier beginnt eine der Strecken über
den Terskey Ala Too Bege zum Narin Gebiet.
Das Dorf Bokonbaev ist nach einem
berühmten kirgisischen Dichter benannt. Das Dorf kann als
Ausgangspunkt für Ausflüge nach Mazhili Ata, Mortvoje
Osero, Kongur Olun Tal und durch Terskey Ala Too in Richtung Narin
dienen.
Mazhili Ata liegt im Osten des Dorfes Bokonbaev.
Es ist ein antiker schamanisch sakraler Ort, an dem ein anderes
Festival jährlich im August veranstaltet wird. Von der
Hauptstraße streckt sich der Ort ins Vorgebirge auf einer
breiten Fläche aus. Der Ort schließt in sich eine
kleine Moschee und mehrere natürlichen Quellen ein, von denen
behauptet wird, dass sie heilkräftig sein. Es wird vermutet,
dass die Quellen kinderlosen Ehepaaren helfen können man sagt
in Kirgisien "wenn du Wohlstand haben willst, dann gehe zum Beten nach
Tscholpon-Ata, aber wenn du Kinder haben willst, dann gehe zum Beten
nach Mazhili Ata".
Mjortvoje Osero ist das kirgisische Tote Meer. Das
Wasser hat eine hohe Konzentration an Salzmineralien. Man kann sich auf
der Oberfläche des Wassers schwimmend aufhalten, ohne wie ein
Stein anzufangen zu sinken. Es wird behauptet das es sehr
heilkräftig sei. Der See liegt im Westen des Dorfes Bokonbaev,
zwischen der Hauptstraße und dem Issik-Kul. Er ist inzwischen
Privateigentum, daher muss man für den Eintritt zahlen.
Kongur Olun ist ein 40 km langes Tal mit Wiesen
und Mooren. Das Tal liegt parallel zu der Hauptstraße auf der
anderen Seite des Gebirges zwischen der westlichen Seite des Sees und
dem Dorf Bokonbaev. Das Tal befindet sich auf eines Höhe von
2200 m über dem Meer und bietet eine schöne
Landschaft zum Wandern. Es gibt ein Jurtenlager in Temir Kanat, in der
Nähe des Dorfes Bokonbaev. Der kirgisische Film "Beschkempir"
(fünf alte Frauen), wurde in diesem Tal gedreht. Es gibt eine
Legende, nach der im 18. Jahrhundert Batir (ein Khan) das Tal mit einer
Gruppe von 40 Kriegern erobert hat. Für jeden der Krieger
wurde nach dessen Tod ein Mausoleum (Gumbez) erbaut. Die Ruinen einiger
diesen Mausoleen können immer noch im Dorf Kongur Olun
besichtet werden. Ein Weg führt von dem Tal über die
Berge nach Ece Narin hinauf.
 
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