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Discovery Kyrgyzstan travel guide #10/2008
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Die Sudkuste Issik-Kuls

Archäologische Funde deuten an, dass an dass südlichen Küste des Issik-Kuls die ersten Siedlungen entstanden. Tosor, z.B. ist der Ort einer antiken Siedlung (paleologisch)  zurückgehend auf 50.000 v.Chr. (alternative Datierungen schwanken zwischen  40.000 und 100.000).

Die Siedlungen an der südlichen Küste waren auch zu Zeiten der Großen Seidenstraße von großer Bedeutung, besonders zwischen dem 8. und dem 12. Jahrhundert, als hier eine der wichtigsten Strecken nach China führte, die über den Bedel Pass am Anfang des Barskoon Tal durch die Berge verlief.

Die Berge sind hier näher an der Küste als auf der Nordseite. Es gibt weniger Sandstrände und auch weniger Sonne als an der Nordküste, was diese für Urlauber attraktiver macht.

Die Verwaltung befindet sich in der Stadt Karakol am östlichen Ende des Sees. Viele Touristen, die die Stadt besuchen, werden - von ihrem alten Weltscharme fasziniert sein, die Architektur (typisch für die Architektur der russischen Kolonialzeit des neunzehnten Jahrhunderts), Sehenswürdigkeiten (der orthodoxe Dom, die dunganische Moschee und Museen), und ein traditionaler Tiermarkt am Sonntagmorgen. Die Stadt dient auch als ein guter Ausflugspunkt in das naheliegende Terksey Ala Too Gebirge. 

Nicht weit von Karakol befinden sich die bilderreichen Täler von Alin Harahan und Dschety Oguz. Die beiden Täler bieten eine gute Gelegenheit zum Trekking und Reiten. Es gibt eine Strecke zwischen den zwei Tälern, die ein paar Tagen dauert und am Alakol See vorbeigeht (auf einer Höhe von 3532m über dem Meer, 2,3 km lang und 700m breit, er wird von eiszeitlichen Strömen versorgt und sein Abfluss bildet einen Wasserfall). Eine erstaunliche Eigenschaft des Sees ist, dass er seine Farbe entsprechend der Tageszeit, der Jahreszeit und dem Wetter ändern kann  das Wasser kann veilchenblau, dunkelblau oder sogar rosarot erscheinen. Etwa hundert Kilometer weiter nach Westen liegt das Bassoon Tal, Heimat für das jährliche Festival im November. Das Tal hat einen beeindruckenden Wasserfall und ist ein guter Ausgangspunkt für Trekking und Reiten. Zu Sowjetzeiten folgte die Straße nach Osten dem höher fließenden Narinfluss und führte über den Ischtik Pass (3689m) nach Akschirak, Eniltschek und eventuell zurück zur Stadt Karakol. Leider existieren manche Brücken heute nicht mehr, so dass die Straße (die niemals ein leichter Weg war) nicht mehr passierbar ist.

Machmud-Al-Kaschgari, ein Wissenschaftler aus dem 11. Jahrhundert (auch bekannt als Barskhani) wurde in dieser Gegend geboren. Er ist vor allem als Autor des ersten Vergleichswörterbuchs der türkischen Sprache bekannt, das er während seines Aufenthalts in Bagdad von 1072 bis 1074 geschrieben hat. Seine Landkarte der damals bekannten Welt zeigt das Wort Barskoon im Zentrum der Welt. Er wurde im Süden Kaschgars auf dem Weg nach Pakistan begraben.

Auf der anderen Seite des Tals liegt das Dorf Tamga, das für seine mit antiken Inschriften des tibetischen Buddhisten Mantra bezeichneten Felsen bekannt ist. Eigentlich bekam das Dorf seinen Namen auch von diesem Felsgestein. Auf Kirgisisch bedeutet das Wort Tamga "gemusterter Stein" oder "Felsbild". Es gibt  ein Sanatorium, in das Astronauten nach ihrer Rückkehr aus dem Weltraum gebracht wurden.

Tosor ist ein kleines Dorf an der südlichen Küste. Von hier nahmen die ersten bewohnten Siedlungen ihren Anfang. Aus der antiken türkischen Sprache wird der Name des Dorfes als "der Vorposten" übersetzt. Das Dorf bezeichnet den westlichsten Punkt des Barskoon Gebietes. Es gibt ein Jurtenzeltlager und hier beginnt eine der Strecken über den Terskey Ala Too Bege zum Narin Gebiet.

Das Dorf Bokonbaev ist nach einem berühmten kirgisischen Dichter benannt. Das Dorf kann als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Mazhili Ata, Mortvoje Osero, Kongur Olun Tal und durch Terskey Ala Too in Richtung Narin dienen.

Mazhili Ata liegt im Osten des Dorfes Bokonbaev. Es ist ein antiker schamanisch sakraler Ort, an dem ein anderes Festival jährlich im August veranstaltet wird. Von der Hauptstraße streckt sich der Ort ins Vorgebirge auf einer breiten Fläche aus. Der Ort schließt in sich eine kleine Moschee und mehrere natürlichen Quellen ein, von denen behauptet wird, dass sie heilkräftig sein. Es wird vermutet, dass die Quellen kinderlosen Ehepaaren helfen können man sagt in Kirgisien "wenn du Wohlstand haben willst, dann gehe zum Beten nach Tscholpon-Ata, aber wenn du Kinder haben willst, dann gehe zum Beten nach Mazhili Ata".

Mjortvoje Osero ist das kirgisische Tote Meer. Das Wasser hat eine hohe Konzentration an Salzmineralien. Man kann sich auf der Oberfläche des Wassers schwimmend aufhalten, ohne wie ein Stein anzufangen zu sinken. Es wird behauptet das es sehr heilkräftig sei. Der See liegt im Westen des Dorfes Bokonbaev, zwischen der Hauptstraße und dem Issik-Kul. Er ist inzwischen Privateigentum, daher muss man für den Eintritt zahlen.

Kongur Olun ist ein 40 km langes Tal mit Wiesen und Mooren. Das Tal liegt parallel zu der Hauptstraße auf der anderen Seite des Gebirges zwischen der westlichen Seite des Sees und dem Dorf Bokonbaev. Das Tal befindet sich auf eines Höhe von 2200 m über dem Meer und bietet eine schöne Landschaft zum Wandern. Es gibt ein Jurtenlager in Temir Kanat, in der Nähe des Dorfes Bokonbaev. Der kirgisische Film "Beschkempir" (fünf alte Frauen), wurde in diesem Tal gedreht. Es gibt eine Legende, nach der im 18. Jahrhundert Batir (ein Khan) das Tal mit einer Gruppe von 40 Kriegern erobert hat. Für jeden der Krieger wurde nach dessen Tod ein Mausoleum (Gumbez) erbaut. Die Ruinen einiger diesen Mausoleen können immer noch im Dorf Kongur Olun besichtet werden. Ein Weg führt von dem Tal über die Berge nach Ece Narin hinauf.

 

Discovery Kirgistan #11

 

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